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Hilpoltsteiner Kurier, Ausgabe vom 11.8.2004
Mehr als ein Hobby"
Offenbau (cdo) Für große Fuballkunst sind die Sportfreunde Offenbau in der A-Klasse nicht gerade bekannt, dafür hat der kleine Verein aus der Gemeinde Thalmässing den besten Schiedsrichter im Landkreis. Helmut Vierlinger pfeift in dieser Saison erstmals Spiele in der Bezirksoberliga und hat noch weitaus höhere Ziele.
Vierlinger legte 1999 seine Schiedsrichterprüfung in Neumarkt ab und pfiff bereits eine Saison später Spiele erster Herrenmannschaften. Nachdem er in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten den Aufstieg in die Bezirksliga knapp verpasst hatte, entschloss sich Vierlinger 2002 wegen besserer Perspektiven zu einem Wechsel in die Schiedsrichtergruppe Jura Süd.
Nun ging es für den jungen Mann aus Dixenhausen steil bergauf. Nach einem Jahr als Schiedsrichter in der Kreisliga schaffte Vierlinger den direkten Aufstieg in die Bezirksliga. Mit konstant guten Leistungen in der Saison 2003/2004 belegte der Industriekaufmann in der Qualifikation für die Bezirksoberliga den 14. Platz unter 38 Schiedsrichtern. Da Günter Pfister aus Markt Berolzheim zur neuen Saison in der Bezirksoberliga für junge Schiedsrichter Platz machte, darf Vierlinger auf jeden Fall acht Spiele pfeifen. Am Samstag leitet er die Partie zwischen dem FSV Bad Windsheim und dem FV W
endelstein.
„Das Spiel wird in der Bezirksoberliga noch schneller geführt, außerdem werde ich noch mehr Autorität brauchen", glaubt Vierlinger. An der Linie wird er in dieser Saison von dem erfahrenen Schiedsrichterassistenten Matteo Ferrucci und dem erst 16-jährigen Sebastian Zettl aus Spalt begleitet. Insgeheim liebäugelt Vierlinger mit dem Schnellaufstieg in die Landesliga, der nach vier Spielen in der Bezirksoberliga möglich wäre.
Eigentlich ist er mit 22 Jahren bereits
zu alt für eine Schiedsrichterkarriere. „Man sollte spätestens mit 20 Jahren auf Verbandsebene Landesliga- und Bayernligaspiele pfeifen", sagt Vierlinger. Deshalb steht für ihn auch
in der Freizeit der Beruf des Schiedsrichters nun an erster Stelle. „Es ist schon mehr als ein Hobby. Schließlich muss man als Schiedsrichter stets professionell auftreten." überfordert fühlt sich
der 22-Jährige aber nicht, immer
wieder betont er den Spaß am Pf
eifen.